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LAUFORDNUNG
LAUFTREFF GREBENSTEIN e.V.

VORBEMERKUNG

Diese Laufordnung regelt den Laufbetrieb während des Lauftreffs.
Um einen reibungslosen Ablauf des Lauftreffs zu ermöglichen, soll sich jeder Teilnehmer an diese Laufordnung halten.
Die Aufgabe der Gruppenleiter soll durch diese Laufordnung erleichtert werden. Zur Einhaltung der Laufordnung sind Disziplin und sportliche Toleranz der Läufer erforderlich. Die sportliche Fairness, die bei jedem Läufer vorausgesetzt wird, trägt dazu bei, daß das Gruppenerlebnis und gleichzeitig der "Spaß am Laufen" gewährleistet sind.
Diese Laufordnung lehnt sich an die Empfehlungen in der DLV-Arbeitsmappe "Lauftreff" an, die von erfahrenen Sportlern und jahrelangen Lauftreffbetreuern zusammengestellt wurde.

1. Der Leiter des Lauftreffs 5. Lauftreff-Zeitpunkt
2. Die Gruppenleiter 6. Der Lauftreff-Teilnehmer
3. Streckenauswahl 7. Wandern
4. Der Treffpunkt 8. Allgemeines

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1. Der Leiter des Lauftreff

Der Leiter des Lauftreff ist für die ordnungsgemäße Durchführung verantwortlich. Er ernennt die Gruppenleiter und ist ihnen gegenüber weisungsbefugt, damit der Lauftreff nach einheitlichen Gesichtspunkten durchgeführt wird. Er ist Ansprechpartner des DLV und seines Landesverbandes. Er hat darauf zu achten, daß die Laufordnung eingehalten wird.

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2. Die Gruppenleiter

Die Gruppenleiter betreuen die einzelnen Leistungsgruppen des Lauftreff. Die Gruppenleiter werden von dem Leiter des Lauftreff vor Beginn am Treffpunkt namentlich benannt. Die Gruppenleiter sollten erfahrene Läufer sein. Nach Möglichkeit sollten die Gruppenleiter durch Lehrgänge geschult sein. Es können auch aus dem Kreis der Teilnehmer geeignete Gruppenleiter gewonnen werden, denen es Spaß macht, eine Gruppe zu führen.

Der Gruppenleiter hat die Aufgabe , die Laufstrecke auszuwählen. Er bestimmt das Tempo, den Zeitpunkt und die Länge von Gehpausen. Ferner soll er Hinweise zur Atemtechnik, zum Laufstil und zur Kleidung, insbesondere zum richtigen Schuhwerk, geben können. Dazu gehören auch die Kenntnisse in "Erster Hilfe", die auf Unfälle beim Laufen abgestimmt sein sollten.

Als Gruppenleiter für die Anfängergruppe ist der Beste aus dem Team der Richtige. Die Führung dieser Gruppe muß unter dem Motto stehen: " Wenn ein Anfänger den Mut hat, zum Lauftreff zu kommen, dann hat der Gruppenleiter die Pflicht, dem Anfänger zu beweisen, daß auch er es schafft, eine Stunde mitzumachen, d.h., daß sein Mut gerechtfertigt war". Einem bereits beim ersten Lauf überforderten Anfänger wird das Gegenteil bewiesen! Er zieht daraus die Konequenz, kommt nicht wieder und schreckt mit seiner Negativerfahrung viele andere ab!

Der Einsatzplan der Guppenleiter wird vom Leiter des Lauftreffs erstellt. Hierbei sollte darauf geachtet werden, daß jede Gruppe ihren festen Gruppenleiter hat. Dies ist besonders in der Bertreuung der Anfänger- und unteren Leistungsgruppen zu empfehlen, da dort das Vertrauen zu einer Bezugsperson besonders wichtig ist.

Bei privaten Verhinderungen z.B. Dienst, Urlaub, Krankheit etc. ist der Leiter des Lauftreffs rechtzeitig zu informieren. Der Leiter setzt vor Beginn am Treffpunkt eine Ersatzperson ein. Deshalb ist es besonders wichtig, daß auch freie Gruppenleiter ständig zur Verfügung stehen.
Die leistungsstärksten Gruppen können zwar in Ausnahmefällen auch einmal allein laufen, doch auch in solchen Fällen sollte aus pädagogischen und versicherungsrechtlichen Gründen ein erfahrener Läufer dieser Gruppe zum Gruppenleiter bestimmt werden. Die Anfänger und leistungsschwächeren Gruppen dürfen dagegen nie unbetreut laufen!

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3. Streckenauswahl

Bei der Streckenauswahl sollen naturbelassene Wald-, Wiesen- und Feldwege bevorzugt werden. Wald- und Waldwirtschafts-wege bieten normalerweise besonders ideale Bedingungen, da es im Wald windgeschützter, im Sommer kühler und im Winter wärmer ist als auf freiliegenden Wegen. Auch bei Regen bietet der Wald mehr Schutz.
Asphaltierte Wege sollten die Ausnahme sein. Kopfsteinpflaster ist ganz zu meiden.
Der Lauftreff soll nach Möglichkeit nicht auf einem Sportplatz oder in einem Stadion stattfinden.
Für die Anfängergruppe und die unteren Leistungsgruppen sollten, so weit es die Geländegegebenheiten zulassen, ebene Laufstrecken ausgewählt werden. Auf Strecken mit größeren Höhenunterschieden sollte wegen der höheren Belastungen verzichtet werden.
Die Laufstrecken sollen von den Gruppenleitern so ausgewählt werden, daß sie immer wieder zu variieren sind. Die Abwechselung wirkt einer gewissen Eintönigkeit entgegen, und die Teilnehmer lernen dadurch ihre Umgebung besser kennen. Außerdem kann der Gruppenleiter die "Vorrenner" besser zügeln, wenn der von ihm gewählte Weg nicht bekannt ist und der, der Lauftreff-Idee schädliche permanente Blick auf die Uhr, ob man an diesem Tag schneller oder langsamer ist, entfällt.
Die Laufwege auf unserer Laufstrecke sind mit den zuständigen Personen abgesprochen und teilweise markiert worden. Grundsätzlich gilt : Wir laufen nur auf den Wegen und nicht quer durchs Gelände, auch wenn es noch so reizvoll erscheint. Das Wild braucht Ruhezonen, die wir als Sportler akzeptieren.

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4. Der Treffpunkt

Unser Treffpunkt ist die Schutzhütte am Waldlehrpfad. Der Treffpunkt ist Ausgangs- und Endpunkt für den Lauf der verschiedenen Leistungsgruppen. Da die Parkmöglich-keiten nur begrenzt vorhanden sind , sollten die Läufer nach Möglichkeit Fahrgemeinschaften bilden. Das hat den weiteren Vorteil, daß für jeden Läufer der Lauftreff zur bindenden Einrichtung wird.

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5. Lauftreff-Zeitpunkt

Der Lauftreff findet jeden Samstag und bei jedem Wetter statt. Während der Sommerzeit um 17.00 Uhr und während der Winterzeit um 16.00 Uhr wird pünktlich gestartet. Grundsätzlich wird immer ein Stunde gelaufen. Dies gilt für alle Leistungsgruppen.
Werden zusätzliche Trainingszeiten für die oberen Leistungs-gruppen angeboten, so dürfen diese nicht als Lauftreff deklariert werden. Sie sind als Leistungstraining zu kennzeichnen, da ihnen die entscheidenden Merkmale des Lauftreffs fehlen.

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6. Der Lauftreff-Teilnehmer

Die Teilnehmer sollten während der Läufe immer wieder von den Gruppenleitern über die Laufdisziplin im Sinne des Lauftreffs belehrt werden.
Zur Verwirklichung der Lauftreff-Idee bedarf es nur weniger einfacher Spielregeln, die von allen Teilnehmern, vom untrainierten Anfänger bis zum austrainierten Läufer, akzeptiert und eingehalten werden müssen.

1. Beim Lauftreff wird in Gruppen gelaufen. Jede Gruppe braucht einen Gruppenleiter. Er bestimmt Weg,Tempo, Pausenzeitpunkt und - länge. Das Gruppentempo soll sich jeweils nach dem Laufvermögen des langsamsten Läufers richten. Das kann für den leistungsstärksten Teilnehmer bedeuten, daß er auch ein mal langsamer laufen muß, was vorteilhafter ist, als eine Trainingseinheit an der Leistungsgrenze.

2. Alle Teilnehmer, ob in der Anfänger- oder in der schnellsten Gruppe, laufen eine Stunde. Erst dadurch wird der weniger trainierte Läufer zum gleichwertigen Teilnehmer.

3. Die unterschiedliche Leistungsfähigkeit der einzelnen Teilnehmer bedingt ein auf diese Leistungsfähigkeit abgestimmtes Gruppenangebot. Für die wenig Trainierten gibt es eine Anfängergruppe, in der sich langsames Laufen mit vielen Gehpausen abwechseln soll. Daran schließen sich Gruppen mit weniger Gehpausen bzw. solche, die schneller laufen können, an. Je mehr Gruppen ein Lauftreff anbieten kann, um so besser kann er differenzieren, die Homogenität der Gruppen herstellen und damit die Qualität seines Angebotes erhöhen.

4. Fünf Gruppen sollen entsprechend der Lauftreff-Konzeption angestrebt werden. Bei weniger Gruppen werden die Leistungssprünge von Gruppe zu Gruppe so groß, daß es vielfach zur Überforderung der schwächeren Teilnehmer in den einzelnen Gruppen kommt, die dann über kurz oder lang wegbleiben. Daraus ergeben sich zwei schwerwiegende Nachteile:
- Jeder überforderte Teinehmer lastet, meist sogar zu Recht, diese Überforderung dem Lauftreff an und macht damit automatisch Gegenpropaganda.
- Dadurch wiederum werden neue Teilnehmer von vornherein abgeschreckt, die Teilnehmerzahl stagniert und der Lauftreff wird zur Trainingsgemeinschaft.

5. Alle Gruppen beginnen gleichzeitig und kehren nach der Laufstunde auch gleichzeitig zurück. Damit wird
- das Gruppenverhalten gefördert,
- die Vorraussetzung für eine gemeinsame An- und Abfahrt geschaffen,
- die Gefahr von Erkältungen - bedingt durch Warten in durchgeschwitzter Kleidung - vermindert, wenn nicht sogar ausgeschlossen.

6. Die Idee des Lauftreffs sagt ganz eindeutig:
Leistung JA - Wettkampf NEIN
Beim Lauftreff haben Freude, Spaß, Unterhaltung, Entspannung, Naturerlebnisse etc. als Angebot an die ganze Familie Vorrang vor dem Leistungstraining des Wettkampfläufers. Beim Lauftreff wird nach dem Laufvermögen differenziert, dafür werden unterschiedliche Leistungsgruppen angeboten.

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7. Wandern

Parallel zum Laufen wird innerhalb des Lauftreffs eine Gruppe angeboten, die eine Stunde wandert. Die Wandergruppe wird auch durch einen Gruppenleiter betreut.

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8. Allgemeines

Die Teilnahme am Lauftreff ist kostenlos. Jedermann ist herzlich eingeladen, natürlich auch Nichtvereinsmitglieder. Gerade die Aktivierung der bisher passiven Bevölkerung zur körperlichen Ertüchtigung und zur Verbesserung ihrer Herz-Kreislauf-Funktionen ist eines der Ziele der Lauftreff-Aktion.


Diese Laufordnung tritt mit Zustimmung der Mitgliederversammlung in Kraft.

Grebenstein im Mai 1989

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